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Nachbereitung Transfer- und Netzwerksymposium

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Transfer- und Netzwerksymposium 2025 - Graphic Recording
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Wie können Wissenschaft und betriebliche Praxis die Erkenntnisse der regionalen Kompetenzzentren der Arbeitsforschung nutzen, um gemeinsam wirksame und zukunftsfähige Ansätze für eine nachhaltig transformierte Arbeitswelt zu gestalten?

 

Auf Einladung der Begleitforschungsprojekte kamen am 11. und 12. November 2025 im Tagungswerk in Berlin über 180 Teilnehmende zum Symposium „Potenziale entfalten: Arbeitsforschung im Dialog“ zusammen. Die Veranstaltung bot einen Überblick über aktuelle Entwicklungen in der Arbeitsforschung und zeigte auf, wie Forschungsergebnisse in Unternehmen und andere Praxisbereiche übertragen werden können. Im Mittelpunkt standen der projektübergreifende Austausch, praxisnahe Transferansätze sowie Perspektiven für eine zukunftsorientierte und nachhaltige Arbeitsgestaltung.

 

Eröffnet wurde das Symposium durch Ministerialdirigent Dr. Ralf Gebel (BMFTR), der in seiner Begrüßung die Bedeutung von Innovation und Transfer auch in der neuen Hightech Agenda der Bundesregierung für den Standort Deutschland betonte. Daran anknüpfend gewährten Prof. Dr. Katharina Hölzle (CoCo) und Dr. Esther Borowski (WIN:A) Einblicke in die aktuellen Herausforderungen aber auch Chancen für die Arbeitsforschung von morgen und welche Gelingensbedingungen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle spielen. Ihre Beiträge machten deutlich, wie wichtig Vernetzung und kontinuierliche Kooperation für gelingende Transferprozesse sind und welche Erfahrungen aus der bisherigen Zusammenarbeit mit Unternehmen und Forschungspartnern gewonnen wurden.

 

Im Anschluss diskutierten Sebastian Riebe (BDA), Dr. Jana Flemming (DGB) und Swen Schindler (WIN GmbH Zwickau) die Herausforderungen der Arbeitswelt im Transformationsprozess. Die Panelrunde zeigte, dass die Gestaltung guter Arbeit, Qualifizierung und klare Rahmenbedingungen zentrale Elemente bleiben, um Unternehmen und Beschäftigte zukunftsfähig aufzustellen. Gleichzeitig wurde sichtbar, wie wertvoll der Dialog zwischen Forschung und betrieblicher Praxis gerade in Zeiten weitreichender technischer und organisatorischer Veränderungen ist.

 

Impulsvortrag von Sebastian Riebe

Impulsvortrag von Dr. Jana Flemming

Impulsvortrag von Swen Schindler

 

 

Wie Transfer von Forschung in den betrieblichen Alltag konkret gelingen kann, zeigten im weiteren Verlauf die InnovationsTandems der ReKodA AKzentE4.0, KARL, KMI und PAL. Forschungs- und Anwendungspartner berichteten von ihren Erfahrungen, stellten praktische Lösungswege vor und machten deutlich, wie gemeinsam ausgearbeitete Ansätze im Praxiskontext erprobt und weiterentwickelt werden können. Die Beispiele stellten heraus, dass praxisnahe Zusammenarbeit ein entscheidender Treiber für Innovation ist.

 

InnovationsTandem AKzentE4.0

InnovationsTandem KARL

InnovationsTandem KMI

InnovationsTandem PAL

 

 

Am Nachmittag des ersten Tages vertieften vier Workshops zentrale Themen der Arbeitsforschung. Im Fokus standen nachhaltige Wege der Einführung von Künstlicher Intelligenz (KI), Einstellungen und Potenziale im Umgang mit KI in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), die Weiterentwicklung eines kooperativen Wissensökosystems sowie neue Ansätze, um Fachkräfte-Angebote sichtbarer und zugänglicher zu gestalten. Die Diskussionen innerhalb der Workshops verdeutlichten, wie vielfältig die Bedarfe in Unternehmen sind und wie groß das Interesse an Austausch- und Lernformaten bleibt, die direkt an den betrieblichen Herausforderungen ansetzen.

 

Workshop „Nachhaltige KI-Einführung: Ein Austausch mit der Praxis“

Workshop „Zwischen Skepsis und Potenzial: KI in regionalen KMU fördern“

Workshop „Neue Horizonte im Wissensökosystem der Arbeitsforschung entdecken“

Workshop „Den Fachkräfteschatz gemeinsam heben“

 

 

Der anschließende Marktplatz bot Raum für Gespräche, Austausch und das Erleben der Projektarbeit. Die ReKodA präsentierten Demonstratoren, Planspiele und digitale Lernplattformen. Viele Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, im Förderschwerpunkt entwickelte Ansätze selbst auszuprobieren, Fragen zu stellen und Impulse für die eigene Praxis mitzunehmen. 

 

Lessons Learned humAIne

Lessons Learned KMI

Lessons Learned KompAKI

 

 

Tag 2: Zukunftslinien und projektübergreifender Austausch

Der zweite Tag begann mit weiteren InnovationsTandems der ReKodA KARE, KOMATRA, KREIS und RessourcE. Die Beiträge verdeutlichten, dass Transformationsprozesse nicht nur technischer, sondern vor allem organisationaler Natur sind und dass Kooperation ein entscheidender Erfolgsfaktor bleibt.

 

InnovationsTandem KARE

InnovationsTandem KOMATRA

InnovationsTandem KREIS

InnovationsTandem RessourcE

 

Beim Transfer- und Netzwerkbingo lernten sich die Teilnehmenden in einem informellen Rahmen weiter kennen und schufen neue Verbindungslinien für künftige Zusammenarbeit. Die anschließenden FuturePitches führten den Blick weiter in die Zukunft: In interaktiven Poster-Sessions stellten die ReKodA ihre visionären Konzepte für die Arbeitswelt 2035 vor – von KI-gestützten Tätigkeiten über nachhaltige Produktionssysteme bis hin zu Aspekten organisationaler Resilienz. Damit setzten sie einen zukunftsweisenden Impuls, der die ereignisreichen Symposiumstage stimmungsvoll abrundete.

 

FuturePitch AKzentE4.0

FuturePitch Arbeitswelt.Plus

FuturePitch humAIne

FuturePitch KARE

FuturePitch KARL

FuturePitch KMI

FuturePitch KOMATRA

FuturePitch KompAKI

FuturePitch KompIGA

FuturePitch KREIS

FuturePitch PAL

FuturePitch RessourcE

FuturePitch WIRKsam

 

Das zweitägige Transfer- und Netzwerksymposium verdeutlicht, wie wichtig projektübergreifender Austausch für die Weiterentwicklung der Arbeitsforschung ist. Die Vielzahl der vorgestellten Demonstratoren, Praxisbeispiele sowie Projektergebnissen zeigt deutlich, dass der Förderschwerpunkt bereits heute wichtige Impulse für Unternehmen, Regionen und den wissenschaftlichen Diskurs setzt.

 

Mit dem Symposium wurden konkrete Ansatzpunkte für zukünftige Transfer- und Forschungsaktivitäten innerhalb der Förderlinie identifiziert.